Auf unseren Brief zum Bildungsstreik erhielten wir vom Rektorat folgende Antwort. Für uns ist die Antwort nicht 100%ig zufriedenstellend, denn die Einstellung des Rektorats zur eigenen Arbeit ist doch etwas seltsam. Auf den Punkt der Unparteilichkeit der Gruppierung wurde leider garnicht eingegangen.
(Hier auch noch ein Leserbrief zum Bildungsstreik aus der Volksstimme)
Antwort des Rektorats:
Sehr geehrter Herr Heidelberg,
für Ihre Mail bedanke ich mich auch im Namen des Rektors recht herzlich.
Sie haben Ihre Mail an mich gerichtet. Daher werde ich Ihnen auch antworten, obgleich Sie ja all die von Ihnen aufgeworfenen Fragen gleich selbst beantwortet haben. Offen bleibt vielleicht die Verurteilung der Nutzung des Studierendenverteilers für den Aufruf zum (deutschlandweiten) Bildungsstreik. Aber auch dies ist subjektiv …
Die Universitätsleitung hat das Recht und die Pflicht alle Studierenden der OvGU und deren Vertretungen Beachtung zu schenken (verfassungsfeindliche Organisationen natürlich ausgenommen). Der Universitätsleitung war natürlich vor Versenden der besagten Mail zum Bildungsstreik bekannt, dass die Resonanz darauf im Kreise der Studierenden begrenzt bleibt bzw. das Rektorat in diesem Aufruf selbst nicht gerade positiv platziert wurde. Ungeachtet dessen hat demokratisches Verständnis auch etwas mit ausgewogenem Zulassen von Aktivitäten anderer Interessengruppen zu tun. Das Verwehren von Informationskanälen von Beginn an ist nicht Rektoratsstil. Darüber hinaus kann ich Ihnen versichern, dass einige Forderungen der Initiatoren des Bildungsstreikes gegenüber der Universitätsleitung begründet abgelehnt wurden.
Im Endeffekt hat bereits die recht spärliche Teilnahme am Bildungsstreik alle Fragen beantwortet. Diese Antwort hätten wir nie erhalten, wenn nicht vorher die Studierenden per Mail die Möglichkeit erhalten hätten, sich dafür oder dagegen auszusprechen…
Sie konnten ja auch Ihre Meinung dazu in der Volksstimme per Leserbrief ohne Zensur kundtun … (Übrigens aus meiner Sicht ein gelungener und fairer Artikel.)
Was bleibt?
Für mich die Hoffnung, dass der Bachelor für unsere Studierenden (mit oder ohne Streik) noch studierfähiger wird.
Ich danke Ihnen für Ihr Engagement im Prozess und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
V. Kirbs
